Aquarienverein Rüdesheim 1969 e.V. http://aquarienverein-ruedesheim.de de Mikrowürmchen (Panagrellus redivivus) http://aquarienverein-ruedesheim.de/artikel/mikrow%C3%BCrmchen-panagrellus-redivivus <div class="field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="og:image rdfs:seeAlso" resource="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/field/image/Mikrowuermchen.jpg"><a href="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/large/public/field/image/Mikrowuermchen.jpg?itok=YrF3-ECc" title="Mikrowürmchen" class="colorbox" rel="gallery-node-12-NEICFz3e-4A"><img typeof="foaf:Image" src="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/medium/public/field/image/Mikrowuermchen.jpg?itok=TE1jeye6" width="200" height="137" alt="Mikrowürmchen" title="" /></a></div></div></div><div class="field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" property="content:encoded"><p><strong>von J. Graf</strong></p> <p>Ein Brei aus ¾ Teilen Haferflocken und ¼ Teil Weizenmehl wird mit Wasser zu einem zähflüssigen Brei verrührt. Diesen Brei sollte man zumindest einige Stunden quellen lassen und dann nochmals Flüssigkeit nachgeben. Durch die Flüssigkeitszugabe wird der Brei so eingestellt, das er zähflüssig vom Löffel läuft und feucht glänzt. Ist der Brei zu trocken, schimmelt die Kultur ab, ist er zu nass, säuft die Kultur ab.</p> <p>Anstelle des Wassers kann auch Möhrensaft verwendet werden. Dadurch wird den Würmern natürliches Karotin zugeführt, das diese an die Fische weitergeben. Da Karotin fettlöslich ist, müssen in diesem Fall einige tropfen Speiseöl (etwa 6-7 Tropfen auf 500gr. Haferflocken) zugegeben werden.</p> <p>Der Futterbrei wird 1,5 - 2 cm hoch in Plastikschälchen ( Magarinenschälchen) abgefüllt, und mit einem halben Teelöffel aus einer laufenden Kultur geimpft. Deckel mit Luftlöcher versehen und abdecken. Nach ca. 10 Tagen kann verfüttert werden.</p> </div></div></div><div class="field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix"><div class="field-label">Tags:&nbsp;</div><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="dc:subject"><a href="/tags/mikrow%C3%BCrmchen" typeof="skos:Concept" property="rdfs:label skos:prefLabel" datatype="">Mikrowürmchen</a></div></div></div> Thu, 09 Feb 2012 16:21:24 +0000 Thommy 12 at http://aquarienverein-ruedesheim.de Grindalwürmchen http://aquarienverein-ruedesheim.de/artikel/grindalw%C3%BCrmchen <div class="field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="og:image rdfs:seeAlso" resource="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/field/image/Grindalwuermchen.jpg"><a href="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/large/public/field/image/Grindalwuermchen.jpg?itok=NUk2VyEi" title="Grindalwürmchen" class="colorbox" rel="gallery-node-11-NEICFz3e-4A"><img typeof="foaf:Image" src="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/medium/public/field/image/Grindalwuermchen.jpg?itok=RQ6Pcjcw" width="200" height="137" alt="Grindalwürmchen" title="" /></a></div></div></div><div class="field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" property="content:encoded"><p>Substrat: ¾ Seramis 1/3 Torfgranulat mischen und leicht feucht halten in einer Plastikbox mit Deckel und kleinen löchern. In der Mitte eine Vertiefung machen und den Ansatz mit einer laufenden Kultur Animpfen. Eine feuchte Glasplatte mit Flockenfutter, oder Haferflocken bestreuen und auf den Ansatz legen.</p> <p>Täglich mit Flockenfutter, oder Haferflocken füttern und feucht halten. Den Ansatz bei hoher Geruchsbelästigung erneuern. (ca. nach 4-5 Monaten)</p> </div></div></div><div class="field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix"><div class="field-label">Tags:&nbsp;</div><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="dc:subject"><a href="/tags/grindalw%C3%BCrmchen" typeof="skos:Concept" property="rdfs:label skos:prefLabel" datatype="">Grindalwürmchen</a></div></div></div> Thu, 09 Feb 2012 16:20:42 +0000 Thommy 11 at http://aquarienverein-ruedesheim.de Der Kap Lopez-Kärpfling, ein Killifisch für Einsteiger http://aquarienverein-ruedesheim.de/artikel/der-kap-lopez-k%C3%A4rpfling-ein-killifisch-f%C3%BCr-einsteiger <div class="field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="og:image rdfs:seeAlso" resource="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/field/image/Kap-Lopez.jpg"><a href="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/large/public/field/image/Kap-Lopez.jpg?itok=HMKjhxkC" title="Kap Lopez" class="colorbox" rel="gallery-node-10-NEICFz3e-4A"><img typeof="foaf:Image" src="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/medium/public/field/image/Kap-Lopez.jpg?itok=ViOoiHj0" width="200" height="137" alt="Kap Lopez" title="" /></a></div></div></div><div class="field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" property="content:encoded"><p>Der "Kap Lopez" (Aphyosemion australe) ist der bekannteste Vertreter einer Fischfamilie, die "Killifische" oder "Eierlegende Zahnkarpfen" genannt werden, letzteres im Unterschied zu den "Lebendgebärenden Zahnkarpfen", zu denen z.B. Guppy und Platy zählen.</p> <p>Wie bei sehr vielen Killifischen sind die Männchen wahre Wunder an Farbenpracht, die den Vergleich mit den Korallenfischen der tropischer Meere nicht zu scheuen brauchen. Berühmt geworden sind die Killifische vor allem als kurzlebige Saisonfische, die in zeitweilig austrocknenden Gewässern leben. Diese Fische legen während der Regenzeit ihre Eier in den Schlamm am Grund ihrer Heimatgewässer. Nur die Eier überdauern die z.T. monatelange Trockenzeit und schlüpfen erst, wenn es wieder regnet und sich die Tümpel mit Wasser füllen. In der Aquaristik sind die Killifische etwas in Veruf geraten, weil sie als schwierig zu züchten gelten, insbesondere wegen der monantelangen Lagerung der Eier in feuchtem Torf und der Probleme, die beim Schlupf der jungen Fische auftreten. Zudem hängt den Killis der Ruf an, extrem kurzlebig zu sein und extrem weiches Wasser zu benötigen.</p> <p>Aber wie so oft sind diese Vorurteile nur zum Teil berechtigt. Zunächst sind die wenigsten Arten wirkliche Saisonfische. Gerade der "Kap Lopez" wird bei guter, nicht zu warmer Haltung 2-3 Jahre alt, ist also nicht kurzlebiger als ein Guppy. Obwohl die Eier der allermeisten Arten eine etwa einmonatige "Trockenzeit" in feuchtem Torf vertragen, ist diese in der Regel nicht notwendig. Die meisten Arten laichen ebensogut in lockeren Torffasern wie in feinfiedrigem Pflanzengestrüpp und aus den Eiern schlüpfen ohne weiteres nach 3-4 Wochen die Jungfische.</p> <p>Mit diesem Wissen erwarb ich letztes Jahr zwei männliche und zwei weibliche Kap Lopez-Kärpflinge, die ein dicht bepflanztes 60l-Aquarium bezogen. Bei meinen ersten Versuchen mit der Zucht dieser Fische habe ich alles ausprobiert, was ich je über die Zucht von Killis gelesen und gehört hatte.</p> <p>Obwohl sie im Hälterungsbecken, in Göttinger Leitungswasser (6° GH 2° KH, pH um 7) mit reichlich Fasertorf, Javamoos und dichtem Pflanzengewirr, willig laichten, wollten die Paare im 3-4 Liter Zuchtbecken nichts mehr von einander wissen. Auch eine zweite Methode bewährte sich nicht: Die Verwendung sogenannter Ablaichmops. So nennt man Wollfäden, die an einem schwimmenden Korken gebunden sind. Die Fische laichen zwischen den Fäden. Die Eier kann man später ablesen, oder mit einem Stück Faden herausschneiden. Die wenigen Eier, die ich auf diese Weise ernten konnte, haben sich aber einfach nicht entwickelt.</p> <p>Nachdem ich mich vier Wochen vergeblich gemüht hatte tauchten immerhin im Hälterungsbecken die ersten Jungfische auf! Mit großer Mühe gelang es etwa 20 der kleinen Flitzer aus dem Gewirr von Torf, Moos und Wasserpflanzen zu fangen und in eine kleine Gefrierdose zu überführen. Die Heizung war im Sommer kein Problem. Bei täglichem Wasserwechsel und guter Fütterung mit frisch geschlüpften Artemien sah es zunächst gut aus. Die Fische wuchsen heran, um dann doch nach zwei bis drei Wochen ohne besondere Symtome einzugehen.</p> <p>Ich gab also auch das Herausfangen auf und fütterte die Artemien direkt ins "große" Becken. Und tatsächlich: die Eltern hatte ähnlich große Schwierigkeiten ihren Nachwuchs zu fangen wie ich zuvor. Erst als etwa 30 ein bis eineinhalb Zentimeter große Jungfische ihren kleinern Geschwistern im Becken nachstellten, fand der Nachwuchssegen ein Ende. Die älteren sind aber prächtig herangewachsen.</p> </div></div></div><div class="field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix"><div class="field-label">Tags:&nbsp;</div><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="dc:subject"><a href="/tags/kap-lopez" typeof="skos:Concept" property="rdfs:label skos:prefLabel" datatype="">Kap Lopez</a></div><div class="field-item odd" rel="dc:subject"><a href="/tags/killifisch" typeof="skos:Concept" property="rdfs:label skos:prefLabel" datatype="">Killifisch</a></div></div></div> Thu, 09 Feb 2012 16:19:57 +0000 Thommy 10 at http://aquarienverein-ruedesheim.de Bodengrund für das Aquarium selbst beschaffen? http://aquarienverein-ruedesheim.de/artikel/bodengrund-f%C3%BCr-das-aquarium-selbst-beschaffen <div class="field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="og:image rdfs:seeAlso" resource="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/field/image/Bodengrund.jpg"><a href="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/large/public/field/image/Bodengrund.jpg?itok=db5nKbgG" title="Bodengrund" class="colorbox" rel="gallery-node-9-NEICFz3e-4A"><img typeof="foaf:Image" src="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/medium/public/field/image/Bodengrund.jpg?itok=B8jRbM8H" width="200" height="137" alt="Bodengrund" title="" /></a></div></div></div><div class="field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" property="content:encoded"><p><strong>von Stephan Pflume </strong></p> <p>Sie kennen das: manchmal hat man ja die Idee man könnte ungeheuer Geld sparen, wenn man sein Aquarien-Zubehör nicht im Fachhandel erwirbt. Warum kaufe ich eigentlich den Sand und Kies für den Bodengrund meines Aquarium teuer beim Zoo-Händler, wo es doch allerorten von Kies- und Sandgruben nur so wimmelt?</p> <p>Moment mal, werden Sie jetzt fragen, von Sand im Aquarium wird doch ohnehin allgemein abgeraten.</p> <p>Also von vorne: Der Bodengrund im Aquarium muß sich natürlich zuallererst nach den Ansprüchen der Fische und der Pflanzen richten und die sind unterschiedlich.</p> <p>Für manche Buntbarsche, beispielsweise die Sandcichliden aus dem Tanganjika-See ist feiner Sand unbedingt erforderlich, den die Tiere den ganzen Tag auf der Suche nach Futter regelrecht durchkauen. Oder die kleinen Schnecken-Buntbarsche aus diesem See kommen erst dann voll zur Wirkung wenn sie ihre Schneckenhäuser im feinen Sand eingraben können. Auch Panzerwelse, die sich am liebsten den ganzen Tag feinen Sand durch die Kiemen laufen lassen, profitieren von diesem Bodengrund.</p> <p>Der feine Sand hat allerdings Nachteile: er neigt dazu im Laufe der Zeit faulig zu werden, weil der Wasseraustausch in den kleinen Zwischenräumen zu gering ist. Vor allem wenn Bodenzusätze zur Förderung des Pflanzenwachstums eingesetzt werden soll, ist er völlig ungeeignet. Auch die Mulmglocke kann man getrost vergessen: Der Mulm läßt sich nur noch zusammen mit einem Teil des Sandes absaugen. Sie müssen also gelegentlich den Sand wieder ergänzen. Nur wenn sie sehr sauberen Sand zu Verfügung haben läßt sich das ohne Wassertrübung bewerkstelligen.</p> <p>Der Standard-Bodengrund des Aquarienfachhandel ist ein leider ziemlich scharfkantiger, grober Sand mit etwa 2mm Korngröße. Auch dieser Bodengrund hat eine Reihe von Vorteilen: Es ist immer noch so fein das Mulm und Futterreste nicht zu tief im Boden verschwinden können. Außerdem läßt er sich mithilfe einer Mulmglocke ganz hervorragend beim regelmäßigen Wasserwechel reinigen. Und wenn Sie Ihr Wasserpflanzenwachstum mit Zusätzen im Bodengrund fördern wollen, sollten Sie auf keinen Fall ein feineres Material verwenden!</p> <p>Allerdings müssen Sie sich daran gewöhnen, das Ihre Panzerwelse sich dann ständig die Barteln abscheuern. Und die Sandcichliden wären ohnehin nichts für Pflanzenaquarium...</p> <p>Neuerdings sieht man gelegentlich auch feinen Kies in den Aquariengeschäften. Der große Vorteil für die Welse: es handelt sich wirklich um gesiebten Flußkies, d.h. die Steinchen haben runde Kanten! Er bildet eine hervorragende Alternative zum hergebrachten, gebrochenen Quarzkies.</p> <p>Und jetzt kommt meine Idee: gibt es nicht am Harzrand eine große Kiesgrube mit zudem wunderbar dunklem Kies? Prima Sache, dachte ich und brachte bei der nächsten Gelegenheit einen Eimer voll mit. Mittlerweile waren mir allerdings Zweifel gekommen. Immerhin ist der Harz für seinen Erzbergbau bekannt, der Kies könnte also Schwermetalle enthalten. Ich fragte einen Hobby-Mineralogen und tatsächlich: Es fanden sich zwar keine auffälligen Minerale, aber immer Schlacken aus der Erz-Verhüttung.</p> <p>So also nicht, aber in Göttingen gibt es auch eine große Kiesgrube: Der Kies hier war leider heller, sah aber sehr vielversprechend aus. Probleme gab es erst beim Waschen. Das frisch einlaufende Wasser sah noch sehr klar aus, verwandelt sich nach jedem kräftigen Durchrühren wieder in eine braune trübe Brühe. Nach kurzer Ratlosigkeit dämmerte es mir. Tatsächlich schäumte mein Kies beim Test mit Salzsäure ganz ordentlich, er ist also kalkhaltig. Und beim genauen Durchmustern fand ich auch kleine Kalksteinbröckchen. Zusätzlich zur unkontrollierten Aufhärtung des Wassers setzen diese, wenn sie sich auflösen auch noch feinsten Ton frei, der das Wasser trübt. Das führt dazu, das auch bei intensivem Waschen das Wasser über dem Sand nie klar wird.</p> <p>Allerdings: einen Tipp kann ich mittlerweile geben: reiner Quarzsand, wie im Baustoffhandel und in Baumärkten verkauft wird, ist oft von hervorragenderer Qualität. Ich verwende diesen Sand mittlerweile für fast alle meine Aquarien - zum Teil gemischt mit feinem Flußkies, der allerdings am besten im Aquaristik-Handel zu bekommen ist.</p> <p>Nur nebenbei von Blähton halte ich nicht viel, er verleiht dem Aquarium das Flair eines Großraumbüros. Basaltsplit finde ich auch ungeeignet. Er ist mir zu scharfkantig und sieht immer nach Winterstreudienst aus.</p> </div></div></div><div class="field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix"><div class="field-label">Tags:&nbsp;</div><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="dc:subject"><a href="/tags/bodengrund" typeof="skos:Concept" property="rdfs:label skos:prefLabel" datatype="">Bodengrund</a></div></div></div> Thu, 09 Feb 2012 16:18:28 +0000 Thommy 9 at http://aquarienverein-ruedesheim.de Erfahrungen mit Betta picta und Betta balunga http://aquarienverein-ruedesheim.de/artikel/erfahrungen-mit-betta-picta-und-betta-balunga <div class="field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="og:image rdfs:seeAlso" resource="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/field/image/Betta.jpg"><a href="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/large/public/field/image/Betta.jpg?itok=5b1GY7Dt" title="Betta" class="colorbox" rel="gallery-node-6-NEICFz3e-4A"><img typeof="foaf:Image" src="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/medium/public/field/image/Betta.jpg?itok=_XPyG372" width="200" height="137" alt="Betta" title="" /></a></div></div></div><div class="field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" property="content:encoded"><p><strong>von Stephan Pflume</strong></p> <p>Maulbrütende Kampffische sind erst in den letzten 10 Jahren in nennenswertem Umfang als Aquarienfische bekannt geworden. Sie sind trotz z.T. attrakiver Färbung, des durchweg interessanten Laich- und Brutpflegeverhaltens und der z.T. ausgesprochen leichten Züchtbarkeit allerdings immer noch relativ wenig verbreitet. Viele Aquarianer lassen sich wahrscheinlich bereits vom Namen "Kampffische" abschrecken, obwohl die maulbrütenden Arten durchweg als ziemlich friedlich gelten werden können.</p> <p>Bei einigen der schaumnestbauen Kampfische, allen voran der Schleierkampfisch (Betta splendes), machen die zumindest die Männchen ihrem Namen alle Ehre, so daß es unmöglich ist zwei männliche Tiere in einem Becken zu halten. Demgegenüber sind die nahe verwandten Maulbrütenden Kampffische durchweg friedlich. Zur Zeit pflege ich zwei Arten: den etwa 5-6 cm großen Betta picta und Betta balunga eine Art die erst 1991 im Balunga-Fluß wiederentdeckt und nach Deutschland eingeführt wurde. Letztere gehört mit etwa 13 cm zu den größeren Arten der Gattung. Beide Arten sind keine "Farbwunder", aber wenn sie sich wohl fühlen durchaus attraktiv gefärbt. Allerdings wechselt die Färbung und Zeichnung auch stimmungsabhänig in einem Ausmaß, wie man es sonst vor allem von Buntbarschen kennt.</p> <p>Beide sind sehr ruhige Fischarten, die dicht bepflanzte Becken benötigen, insbesondere Betta picta kann sonst extrem scheu werden, während der größere B. balunga nach einer Zeit der Eingewöhnung auch in relativ sparsam mit Holz und Pflanzen dekorierten Becken sehr zutraulich wird.</p> <p>Die Arten sind sehr gute Springer, besonders während der Eingewöhnung neigen sie dazu, aus dem Becken zu hüpfen. Da sie wie alle Labyrinthfische über eine zusätzliche Luftatmumng verfügen, ersticken sie außerhalb des Wassers nicht. Solange sie noch feucht sind kann man die Tiere also noch retten. Aber auch nach Futter, daß sich über der Wasseroberfläche befindet, springt vor allem B. balunga sehr gern und zielsicher.</p> <p>Die Fütterung beider Arten ist unproblematisch, sie fressen alles was sie bewältigen können, wobei die großen B. balunga größere Brocken deutlich bevorzugen. Ebenso unproblematisch schreiten die Tiere zu Vermehrung. Mit etwa 2/3 bis 3/4 ihrer Endgröße erreichen sie die Geschlechtsreife. Der Laichakt ist ein einzigartiges Schauspiel. Zunächst sieht alles ganz normal aus. Die Tiere wählen einen Laichplatz, den sie gegen die anderen Beckeninsassen verteidigen. Während des ausgedehnten Vorspiels umkreisen sich die Partner zunächst bis es schließlich zu den ersten Scheinpaarungen kommt. Wie bei den meisten Labyrinthfischen wird das Weibchen beim Laichen von Männchen eng umschlungen. Die Eier werden schließlich mit einer Körperdrehung der beiden Tiere abgegeben und befruchtet. Aber während die Eier bei den schaumnestbauenden Arten nach oben treiben, bleiben sie bei den maulbrütenden Kampffischen auf der Afterflosse des Männchens liegen. Von dort werden sie zunächst vom Weibchen aufgepickt.</p> <p>Die eigentliche Brutpflege wird aber vom Männchen übernommen! Zur Übergabe stellen sich die Tiere in einem V€förmigen Winkel nebeneinander. Nach einer Weile beginnt "sie" fast beiläufig ein oder mehrere Eier auszuspucken um sie gleich wieder einzusaugen. "Er" muß jetzt versuchen schneller zu sein und "ihr" die Eier wegzuschnappen. Insbesondere wenn zwischendrin noch andere Fische zu vertreiben sind, kann die Prozedur im Extremfall bis zu drei Tagen dauern. Meist ist allerdings in einigen Stunden alles geschafft. Im Maul des Männchens bleiben die Eier etwa zwei Wochen, dann werden die fertigen Jungfische entlassen. Um sie vor der Nachstellung der anderen Fische zu schützen, kann man das Männchen unter Wasser vorsichtig in ein Glas oder eine Tüte treiben und in ein anderes Becken mit gleichem Wasser setzen. Je weiter die Jungfische zu diesem Zeitpunkt bereits entwickelt sind, desto geringer ist die Gefahr, daß die Brut verschluckt oder vorzeitig ausgespuckt wird. Die Aufzucht mit Artemia ist problemlos.</p> <p>lemlos, wenn man beachtet, daß vor allem die Jungen von B. picta sich kaum bewegen, sondern darauf warten, daß das Futter in ihre Nähe kommt. Es muss für also etwas Strömung und eine ausreichende Futterdichte im Becken gesorgt werden.</p> </div></div></div><div class="field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix"><div class="field-label">Tags:&nbsp;</div><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="dc:subject"><a href="/tags/betta-picta" typeof="skos:Concept" property="rdfs:label skos:prefLabel" datatype="">Betta picta</a></div><div class="field-item odd" rel="dc:subject"><a href="/tags/betta-balunga" typeof="skos:Concept" property="rdfs:label skos:prefLabel" datatype="">Betta balunga</a></div></div></div> Thu, 09 Feb 2012 15:39:35 +0000 Thommy 6 at http://aquarienverein-ruedesheim.de Cichliden-Aquarium http://aquarienverein-ruedesheim.de/artikel/cichliden-aquarium <div class="field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="og:image rdfs:seeAlso" resource="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/field/image/Cichliden.jpg"><a href="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/large/public/field/image/Cichliden.jpg?itok=lDzCv3S7" title="Cichliden" class="colorbox" rel="gallery-node-5-NEICFz3e-4A"><img typeof="foaf:Image" src="http://aquarienverein-ruedesheim.de/sites/default/files/styles/medium/public/field/image/Cichliden.jpg?itok=tpwdp2kc" width="200" height="137" alt="Cichliden" title="" /></a></div></div></div><div class="field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden"><div class="field-items"><div class="field-item even" property="content:encoded"><p><strong>von Stephan Pflume</strong></p> <p>Eigentlich prügeln sich alle Fische aus der Familie der Buntbarsche, wenn schon nicht ständig, dann zumindest gelegentlich. Es liegt auch nicht etwa an der schlechten Kinderstube, sondern eher an der "guten Kinderstube", die sie dem vorhandenem oder zu erwartenden Nachwuchs bereiten wollen. So kommt es, daß die Tiere spätestens zur Paarungszeit Reviere bilden, die sie gegen alles verteidigen was sich bewegt. Die Gewohnheiten sind allerdings unterschiedlich, außerhalb der Laichzeit sind beispielsweise die recht großen Diskusfische die friedlichsten Tiere die man sich denken kann. Wenn sie zur Fortpflanzung schreiten, beansprucht aber jedes Paar sein eigenens Revier.</p> <p>Aber oft ist es auch wie bei den kleinen Kongocichliden, die ihr Revier das ganze Jahr hartnäckig verteidigen, so daß man schon etwas Glück braucht um wenigstens ein harmonisierendes Paar zusammenstellen. Selbst in großen Aquarien kann es dann unmöglich werden ein weiteres Paar derselben Art zu pflegen. Einem Freund von mir ist es bespielsweise nicht gelungen zwei Paare des Smaragd-Prachtbarsches (Pelvicachromis taeniatus) in einem stark bepflanzen, "holländischen" Aquarium zu halten. Die Tiere haben sich so ausdauernd gejagt, daß er sie schließlich trennen mußte.</p> <p>Natürlich sind die Buntbarsche deshalb nicht einfach "unpraktische" Fische. Gerade die Vielzahl der Strategien, die sie entwickelt haben um ihrem Nachwuchs einen möglichst erfolgreichen Start ins Leben zu garantieren macht den besonderen Reiz dieser Familie aus. Das reicht von Jungfischen die sich von einem speziellen Hautsekret der Eltern ernähren wie beim Diskus, über Eltern die ihre Eier zum Ausbrüten ins Maul nehmen, bis zu Arten die in engen Felshölen, auf Pflanzenblättern oder in Schneckenhäusen ablaichen und ihren Nachwuchs aufopferungsvoll verteidigen.</p> <h3>Und wie bringt man diese Vielfalt in einem Aquarium unter?</h3> <p>Am besten klappt das, wenn es gelingt Fische zusammenzustellen, die einerseits unterschiedliche Ansprüche an die Raumstrukturen haben, sich andererseits aber im gleichen Wasser wohlfühlen. Die Vergesellschaftung von Scalaren, die an großen Pflanzenblättern ablaichen, mit Kongocichliden (Pelvicachromis pulcher), die in kleinen Höhlen brüten dürfte problemlos möglich sein. Um für etwas Bewegung zu sorgen wird man vieleicht noch ein paar Salmler dazusetzen, aber für weitere Buntbarsche wird es dann schon schwierig.</p> <p>Wer allerdings mehr verschiedene Arten mit zudem möglichst unterschiedlichen Brutpflegetechniken in einem Aquarium zusammen pflegen möchte, wird um ein Becken mit Fischen des Tanganjika-Sees nicht herumkommen.</p> <p>Ein paar Besonderheiten sind allerdings zu beachten. Um wirklich mehrere Arten vergesellschaften zu können brauchen Sie ein Becken mit wenigstens 200l besser mit 300l Fassungsvermögen, also beispielweise 130cm * 50cm * 50cm. Noch größer ist allerdings noch besser.</p> <p>Das Wasser sollte wenigstens mittelhart sein und einen pH-Wert von 7,5 oder höher aufweisen. Für Wasserpflanzen ist das relativ ungünstig, glücklicherweise können Sie im Tanganjika-Becken im Prinzip völlig auf darauf verzichten (auch in der Natur kommen fast keine Pflanzen vor). Immerhin gibt es aber einige Arten wie insbesondere Java-Farn, Hammerschlag-Wasserkelch (Cryptocoryne usteriana = C. aponogetifolia) und die Amazonas-Schwertpflanze (Echinodorus bleheri) die auch in solchem Wasser noch problemlos gedeihen.</p> <h3>Wichtiger als die Pflanzen sind jedoch die Steinaufbauten.</h3> <p>Sie sollten einerseits möglichst bis nahe an die Wasseroberfläche reichen, anderseits aber genügend Schwimraum frei lassen. Gelegentlich wird emphohlen, die Steine in mehreren getrennten Haufen anzuordnen, damit die Fische sich später mit ihren Reviergrenzen daran orientieren können. Wenn es gelingt sieht es so auf jeden Fall sehr dekorativ aus, zumal der freie Blick bis zur Rückwand eine besondere Tiefenwirkung ergibt. Verlassen Sie sich aber nicht darauf, daß ihre Tiere die "Gebirge" geschwisterlich teilen, es kann auch passieren, daß ein Revier aus zwei Haufen besteht, oder sogar jeweils nur aus bestimmten Bereichen in deutlich getrennt liegenden "Felsen".</p> <p>Um die Bodenscheibe möglichst gleichmäßig zu belasten und Sprüngen vorzubeugen lege ich auf den Boden eine dünne Schaumstoffmatte, wie sie im Handel erhältlich um sie unter das Aquarium zu legen. (Da liegt dann auch noch eine!). Ich bin aber nicht sicher ob das notwendig ist. Auf keinen Fall dürfen die Steine aber einfach "weich im Sand" liegen! Fast alle Buntbarsche kommen zumindest gelegentlich auf die Idee im Sand zu graben. Un wenn die Felslandschaft zusammenstürzt, brauchen Sie schon etwas Glück, damit ihre Aquarien-Scheiben nicht zu Bruch gehen. Alle Steine müssen so fest liegen, daß nicht durch Graben oder durch stürmische Bewegungen Ihrer Fische bewegt werden können!</p> <p>Damit kommen wir auch endlich zu den Fischen. Bedenken Sie, es sind alles kleine oder große Rabauken, es wird sich also nicht einfach jeder mit jedem vertragen. Zwei Besonderheiten des Tankanjika-Sees kommen hier zum tragen. Die Fische leben auch im See in relativ enger Nachbarschaft, sie haben natürlich viel mehr Platz als im Aquarium, aber sie sind gewöhnt sich ständig gegen die Raumansprüche ihrer Nachbarn zu verteidigen. Und im Unterschied zu den beiden anderen großen afrikanischen Seen (Viktoria-See und Malawi-See), in denen (neben anderen Fischen) nur maulbrütenden Buntbarsche leben, haben die Buntbarsche des Tanganjika-Sees eine Vielzahl von Bruttechniken entwickelt. Damit verbunden sind spezifsche, für jede Art unterschiedliche Ansprüche an die Umwelt. Das läßt sich bei der Vergesellschaftung im Aquarium ausnutzen.</p> <p>Als Beispiel soll ein Aquarium dienen, daß ich selbst betreibe. Das Becken ist 130cm lang mit gut 300l Fassungsvermögen. Die Dekoration besteht aus drei getrennten "Felstürmen", für den derzeitgen Besatz hätte allerdings auch ein einziger genügt. Die Bepflanzung besteht aus verschiedenen Wasserkelch-Arten, darunter die erwähnte Cryptocorynen, einer großen Schwertpflanzen, etwas Zwerg-Amazonas-schwertpflanze im Vordergrund und reichlich Java-Farn in den Felsen. Außerdem hier und da Anubias nana, letztere jeweils so in den Steinen verankert, daß sie mit den Wurzeln den Bodengrund erreicht. Es ist mir insgesamt schon ein bißchen zu grün (obwohl ich Pflanzen-Fan bin).</p> <p>Der Fischbesatz besteht aus Schlankcichliden (Julidochromis transcriptus, 1 Pärchen), die in möglichst engen, evtl auch senkrechten Spalten und Höhlen brüten, Kärpflingscichliden (Cyprichromis leptosoma, 4 Männchen, 2 Weibchen), Maulbrüter die im freien Wasser laichen, zwei Arten Schneckenbuntbarschen (Lamprologus ocelatus , 1 Pärchen und Lamprologus multifasciatus, 4 Männchen, 6 Weibchen). Selbst die Schneckenbuntbarche haben unterschiedliche Brutgewohnheiten während bei der einen Art (Lamprologus ocelatus) jedes Tier nur ein Häuschen bewohnt und es in ganz bestimmter Weise dreht und wendet um es schließlich halb einzugraben, bevorzugt die andere Art das Leben in der Großfamilie. Jedes Männchen gräbt ein Loch mit bis zu 30 cm Durchmesser in dem möglichst viele Schneckenhäuser in trichterförmigen Kuhlen zusammen sinken. Dort lebt er mit einem oder mehreren Weibchen und einer mehr oder weniger großen Schar unterschiedlicher alter Jungfische. Mit dem Eintritt der Geschlechtreife werden die weiblichen Tiere zum Teil in den Harem aufgenommen, die Männchen werden jedoch vertrieben, wenn sie nicht (selten) ihren eigenen Vater vertreiben.</p> <p>Es macht den besonderen Reiz dieses Aquariums aus, daß alle Arten willig und erfolgreich zu Fortpflanzung schreiten. Erst dadurch kommen ja die verschiedenen Strategien voll zur Geltung. Zuletzt bleibt allerdings ein Problem: Wohin mit den Jungfischen und wie fängt man sie heraus?</p> </div></div></div><div class="field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-inline clearfix"><div class="field-label">Tags:&nbsp;</div><div class="field-items"><div class="field-item even" rel="dc:subject"><a href="/tags/cichliden" typeof="skos:Concept" property="rdfs:label skos:prefLabel" datatype="">Cichliden</a></div></div></div> Thu, 09 Feb 2012 15:34:04 +0000 Thommy 5 at http://aquarienverein-ruedesheim.de